Spezialwetterbericht 27.12.2015

Winter? Leider nein ...

Kaum installiert sich in den Prognosekarten im Nordosten ein Hoch, rufen viele Wetterdienste schon den "endlich anstehenden Winter" aus. Wenn die Situation etwas genauer anlysiert wird, dann sind wir jedoch WEIT davon entfernt, dass es "einwintert". Der Grund ist eigentlich einfach: Die grosse Kälte würde gegen Griechenland und die Türkei fliessen, vielleicht etwas umgelenkt noch nach Ostösterreich. Das wars dann.

Die Ensembles sind immer noch mit äusserst grossen Unsicherheiten behaftet. Schauen wir uns dazu die GFS-Berechnungen an. Morgen wirds sogar noch etwas wärmer in der Höhe, doch dann folgt insgesamt ein einigermassen konstanter Temperaturrückgang auf ca. -5° auf 1500m Höhe (blauer Pfeil) bis zum Jahresende. Das ist der allgemeine Trend. Doch schon am 30. Dezember erkennt man grosse Unsicherheiten (oranger Pfeil). Bereits dort kann sich also wieder alles zu einem ganz anderen Verlauf wenden: Viel kälter .... aber auch viel wärmer. Was nach dem 1. Januar vor sich geht, steht quasi in den Sternen: Die Streuungen reichen von Tiefwinter bis Frühling. Ganz klar erkennt man aber: Es wird nasser - und das ist gut so (türkis Rahmen unten).

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Dass "warm" gewinnen wird, erkennt man an den saisonalen Berechnungen von NOAA. Der Januar wird gemäss den aktuellsten Trendberechnungen einen absolut krassen Wärmeüberschuss ausweisen. Und dieser Trend ist nun schon seit mehreren Wochen konstant vorhanden - also keine Eintagsfliege.

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27.12.2015  /  12:20 Uhr  /  mbr

Grafiken: Wetteronline, bearbeitet durch SwissWetter.ch

 

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